Gemeinsam mit Vertretern des Heimatvereins Döbbrick/Maiberg – Skadow e.V. aus der LEADER-Region Spreewald-PLUS, nahm die Dorfbewegung Brandenburg auf Einladung des sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) an der 10. DorfBaukultur-Werkstatt teil.
Im Kontext des Schwerpunktthemas „Dorfgemeinschaftshäuser in Sachsen – Zentrum lokaler Entwicklung“ waren die Umfrageergebnisse zu Dorfgemeinschaftshäusern in Brandenburg, die die Dorfbewegung bereits im Jahr 2020 veröffentlicht hat, von hohem Interesse.
Nach einem Rundgang durch das DGH „Alte Schäferei“ wurden Ergebnisse aus acht Fallstudien in Sachsen sowie „unsere“ Umfrageergebnisse vorgestellt. An thematischen Tischen wurde der Austausch zu Aufbau und Betrieb von DGH ermöglicht. Wolfgang Strauss hatte die „Rezepte“ aus Döbbrick dabei. *Das DGH „Alte Schule“ profitierte bereits von GAK- und aktuell von LEADER-Mitteln.
Was haben wir mitgenommen: Die Nutzungen der DGH sind vielfältig – so wie die Dörfer und „ihre“ Bedürfnisse selbst. Das ist gut so! Und egal wo man aufschlägt, DGH bieten Räume für Begegnung, Austausch und Vernetzung. An den Tischen und in den Pausen wurde von Erfahrungen, Beispielen, Angeboten und Motiven berichtet, mit dem Fazit, dass wir Stakeholder bzw. Interessenvertreter uns gemeinsam mit den Dörfern und möglicherweise weiteren Partnern für die Zukunftsfähigkeit der „Räume“ stark machen müssen. Dabei können Partnerschaften/ neue Bündnisse z.B. aus den Bereichen Soziales, Kultur, Wirtschaft/Gewerbe, alternative Betreibermodelle sowie multifunktionale Bauweisen eine Rolle spielen, um DGH als Ankerpunkte für Jung und Alt und die unterschiedlichen Interessen(Gruppen) und Angebote zu erhalten und fit zu machen. Welche Rolle dabei leerstehende Gebäude oder weitere genutzte „Vereinsheime“ o. Ä., Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten sowie die Aktivierung der Menschen und der Generationenwechsel spielen, ist in den Dörfern mit den Menschen und den (verwaltenden) Kommunen auszuhandeln. Schließlich geht es darum die (soziale) Infrastruktur und Lebensqualität zu gestalten, und nicht nur zu erhalten ( begleitet von der Sorge, dass die Türen irgendwann geschlossen sein könnten).
Fotoquelle: Victoria Junghanß, LfULG
